Informationen zum Kontrollverfahren - Änderung der Gebührenordnung

Wir möchten Sie über Neues zur Ökokontrolle informieren und an Bekanntes erinnern.
  • Mit der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 354/2014 der Kommission vom 08.04.2014 wurden u.a. der Anhang I (Düngemittel), Anhang II (Pflanzenschutzmittel), Anhang V (Futtermittelausgangserzeugnisse) und Anhang VI (Futtermittelzusatzstoffe) geändert.
    → Bitte beim Einsatz von Betriebsmitteln beachten! www.fachverein.de/aktuelles
  • Mit der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 836/2014 der Kommission vom 31.07.2014 wurden die Regelungen der VO(EG)889/2008 Art.42 b) (Einsatz konventioneller Junglegehennen) und Art.43 (konventionelle Eiweißkomponenten in der Schweine- und Geflügelfütterung) bis zum 31.12.2017 verlängert. www.fachverein.de/aktuelles
  • Konventionelle Zukäufe von Zuchttieren gemäß VO(EG)889/2008 Art.9 sind nur möglich, wenn auf dem Markt keine entsprechenden Bio-Tiere verfügbar sind. Dies ist anhand von mindestens drei relevanten Nichtverfügbarkeitserklärungen zu belegen
    (in Mecklenburg-Vorpommern muss eine der drei Marktabfragen bei folgenden Institutionen erfolgen:Rinder: Rinderallianz GmbH, Schafe/Ziegen: Landesschaf- und Ziegenzuchtverband MV e.V., Schweine: Hybridschweinezuchtverband Nord/Ost e.V. / SKBR MV e.V.)
  • Parasitenbehandlungen in der Tierhaltung dürfen nicht prophylaktisch erfolgen, es muss vorher ein Erregernachweis durchgeführt und dieser zur Öko-Kontrolle vorgelegt werden (z.B. Kotuntersuchung, Schlachtbefunde)
  • Der Zukauf von Kernobstgehölzen hat nach folgenden Vorgaben zu erfolgen:
    1. Bestellung der Obstgehölze mindestens ein Jahr vor geplantem Pflanztermin bei einer Bio- Baumschule
    2. Bei Nichtverfügbarkeit der Bio-Obstgehölze zum Pflanztermin trotz frühzeitiger Bestellung: Antragstellung zum Zukauf konventioneller Gehölze erfolgt mit Nachweis der Nichtverfügbarkeit (www.organicXseeds.de) und Vorbestellbescheinigung beim Fachverein Öko-Kontrolle e.V.
  • Werden Tätigkeiten ganz oder teilweise an Dritte vergeben (Subunternehmertätigkeit, Kontrollbereich D), so ist immer eine Subunternehmervereinbarung zwischen Auftraggeber und Subunternehmer abzuschließen (Regelungen zu Verantwortlichkeiten bzgl. Zutaten, Rezepturen, Transport, Dokumentation, Etikettierung, Maßnahmen zur Verhinderung von Kontaminationen)
  • Anträge auf Ausnahmegenehmigungen sind rechtzeitig zu stellen und ausführlich zu begründen, z.B. Eingriffe an Tieren (Schwänze kupieren bei Lämmern, Enthornungen bei Rindern) / Zukauf von konventionellem Saatgut / erhöhter konventioneller Tierzukauf
    bei Fehlen der Genehmigung: Entfernung des Hinweises auf den ökologischen Landbau von der Partie
  • Tiere dürfen innerhalb von 12 Monaten max. drei tierärztliche Behandlungen mit chemisch- synthetischen allopathischen Tierarzneimitteln oder Antibiotika erhalten, falls der produktive Lebenszyklus der Tiere weniger als ein Jahr beträgt – max.1 Behandlung. Bei Überschreitung der Behandlungsanzahl: Entfernung des Hinweises auf den ökologischen Landbau von der Partie (VO(EG)889/2008 Art.24)
  • Meldepflichten:
    Veränderungen der Betriebsbeschreibung (z.B. Flächenzugang, neue Betriebsstätte, neue Tierart, neue Produktionszweige, neue Subunternehmer, neue Kooperationspartner) sind der Kontrollstelle immer zeitnah zu melden (VO(EG)889/2008 Art.64).
    Anbaumeldung (nach Parzellen aufgeschlüsselte Anbauplanung, ggf. Flächenaufstellung aus Agrarantrag beifügen) ist bis 15.Mai eines jeden Jahres vorzulegen (VO(EG)889/2008 Art.71) – Verdacht auf Unregelmäßigkeit oder Verstoß (z.B. Rückstandsfund) ist zu melden sowie die Vermarktung der betroffenen Produkte ist bis zur Klärung des Sachverhaltes zu stoppen
    – spezialisierte Geflügelhalter sind verpflichtet, alle Ein- und Ausstallungstermine 4 Wochen im Voraus zu melden (ab 5900 Legehennen, ab 4800 Masthühner/ Küken/ Junghennen, ab 2500 Puten)
    die genannten Sachverhalte können nicht erst bei der Vorortkontrolle gemeldet werden!
  • Verarbeiter: zur jährlichen Hauptkontrolle sind Angaben zum Bio-Umsatzerlös in € vorzulegen
  • Hessen/Rheinland-Pfalz: über Ausnahmegenehmigungen entscheidet seit 1.1.2015 die zuständige Behörde, die Anträge werden durch uns nach Prüfung weitergeleitet.
  • Am 4.11.2019 wurde dem Fachverein Öko-Kontrolle e.V. durch die Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS) die Urkunde für die Akkreditierung nach der Norm DIN EN ISO/IEC 17065:2013 ausgestellt.
  • Auf Grund der erhöhten Aufwendungen für die ordnungsgemäße Durchführung des Kontrollverfahrens gemäß unseres neu erstellten Qualitätsmanagementsystems war eine Anpassung der Kontrollkosten notwendig. Seit 1.1.2019 gilt der neue Entgelt- und Gebührenkatalog. Wir bedanken uns für die gute und konstruktive Zusammenarbeit in dieser für uns alle sehr schwierigen Zeit.

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